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Wenn Selbsthilfe stresst, statt stärkt

  • Autorenbild: Siegrid Koglbauer
    Siegrid Koglbauer
  • 10. Nov. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Warum gute Strategien manchmal zu viel werden - und wie du wieder bei dir ankommst

Manchmal tut das, was helfen soll, einfach nicht gut.

Wenn Selbstfürsorge zur Pflicht wird und Routinen mehr stressen als stärken, lohnt sich ein ehrlicher Blick.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du erkennst, was dir wirklich dient - und wie du wieder bei dir ankommst.


Siegrid Koglbauer


🧡 Dankbarkeitstagebuch, Morgenroutine, Meditation, Journaling

Wer beginnt, sich bewusster mit sich selbst auseinanderzusetzen, stößt schnell auf diese Strategien.

Und ja: sie können guttun. Sie können helfen, Klarheit zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen, sich selbst besser zu spüren.

Doch manchmal passiert etwas anderes.

Plötzlich wird das, was eigentlich stärken sollte, zum nächsten Punkt auf der To-do-Liste. Und statt Entlastung entsteht Druck.


Nicht, weil die Methode falsch ist - sondern weil sie nicht mehr zu dem passt, was du gerade brauchst.

Weil du dich veränderst. Weil dein Alltag anders ist. Weil du gerade etwas anderes brauchst als gestern.

Und genau da beginnt oft das innere Stolpern: Du willst dir etwas Gutes tun - und fühlst dich trotzdem erschöpft.

Du folgst deiner Routine - und verlierst dabei den Kontakt zu dir.

Wie kann das sein - und was hilft, wenn Selbsthilfe zur Belastung wird?


🧡  Wenn Selbstfürsorge zum Pflichtprogramm wird

Viele Menschen starten mit besten Absichten: Sie wollen sich besser spüren, zur Ruhe kommen, sich weiterentwickeln.

Sie lesen Bücher, hören Podcasts, probieren Tools aus. Sie nehmen sich Zeit - für sich, für Reflexion, für neue Routinen.

Und am Anfang fühlt sich das oft gut an. Strukturiert. Sinnvoll. Hoffnungsvoll.

Doch irgendwann kippt etwas.

Die Praxis wird zur Pflicht.

Oft steckt hinter diesen Routinen mehr als nur Selbstfürsorge.


Manchmal ist es die Sehnsucht, sich selbst wiederzufinden.

Manchmal der Wunsch, endlich „richtig“ mit sich umzugehen.

Und manchmal auch ein stiller Druck: Es gut machen zu wollen.

Sich selbst zu beweisen, dass man es im Griff hat.

Nicht zu versagen - auch in der Selbsthilfe.


Die besten Absichten sind echt. Aber sie können kippen, wenn Selbstfürsorge zur Leistung wird.

Wenn das Spüren dem Funktionieren weicht.

Wenn die Verbindung zu sich selbst im Versuch, sich zu helfen, verloren geht.

Die Routine wird zum Maßstab. Und das, was eigentlich stärken sollte, fühlt sich plötzlich eng an.


Nicht, weil du etwas falsch machst. Sondern weil du dich selbst dabei aus dem Blick verlierst.

Irgendwann merken viele:

  • Ich mache das nicht mehr für mich, sondern weil ich denke, ich muss.

  • Ich fühle mich schlecht, wenn ich es nicht mache.

  • Ich verliere den Kontakt zu mir, obwohl ich ihn doch gerade stärken wollte.

Das ist kein persönliches Versagen. Das ist ein Signal.


🧡 Meine Erfahrung damit

Ich kenne das gut.

Ich war motiviert, wollte alles „richtig“ machen.

Irgendwann habe ich gemerkt: Ich funktioniere mich gerade durch meine Selbstfürsorge.

Ich habe meditiert, gejournalt, reflektiert - regelmäßig, diszipliniert, mit echtem Interesse.

Und trotzdem wurde es irgendwann eng.


Nicht, weil die Methoden falsch waren. Sondern weil ich mich selbst dabei aus dem Blick verloren habe.


Ich habe Routinen durchgezogen, ohne zu spüren, ob sie mir gerade wirklich guttun. Und das hat etwas in mir aufhorchen lassen.


Der Wendepunkt kam nicht durch noch eine neue Methode.

Sondern durch eine ehrliche Frage:

Hilft mir das gerade - oder mache ich es, weil ich denke, ich sollte?


Seitdem lasse ich los, was sich nach Pflicht anfühlt.

Nicht alles. Aber genug, um wieder Raum zu spüren.

Raum für mich. Für das, was wirklich stärkt.


Wie das konkret aussehen kann


🟠 Dankbarkeitstagebuch

Ich habe es geliebt - bis ich gemerkt habe, dass ich mich unter Druck setze, immer etwas Positives finden zu müssen. Heute schreibe ich nur, wenn mir wirklich etwas auffällt.


🟠 Morgenroutine

Früher war sie durchgetaktet. Jetzt frage ich mich morgens: Was brauche ich heute? Manchmal ist das Stille. Manchmal Bewegung. Manchmal einfach Kaffee in Ruhe.


🟠 Journaling

Ich habe aufgehört, mich zu zwingen, täglich zu schreiben. Stattdessen schreibe ich, wenn etwas in mir drängt, gesehen zu werden.


Miniübung & Impulse für deinen Alltag

Wenn du spüren willst, was dir wirklich dient, nimm dir ein paar Minuten.

Nicht, um etwas zu „lösen“. Sondern um ehrlich mit dir zu sein.


Vielleicht magst du dir diese drei Fragen stellen - ganz ohne Anspruch, alles beantworten zu müssen:

  1. Welche Strategie oder Praxis stresst mich gerade mehr, als sie mir hilft?

  2. Was würde passieren, wenn ich sie für eine Woche loslasse - einfach so, ohne schlechtes Gewissen?

  3. Was könnte stattdessen entstehen - ein Moment der Ruhe, ein ehrliches Gespräch, ein leerer Raum?


Vielleicht hilft dir auch dieser Gedanke: Routinen sind keine Verträge. Sie dürfen sich verändern.

🧡 Impulse, die dich unterstützen können


Heute so, morgen anders

Routinen sind keine Verträge. Du darfst umstellen, pausieren, neu beginnen.


Weniger ist oft mehr

Eine einzige bewusste Pause kann mehr bewirken als fünf durchgetaktete Tools.


Spüren statt funktionieren

Wenn du merkst, dass du dich durch deine Routinen hindurcharbeitest - halte kurz inne.


Begleitung statt Alleingang

Du musst das nicht alleine tragen. Manchmal entsteht Klarheit im Gespräch.

Du musst nichts sofort verändern. Aber du darfst wählen.

Und du darfst loslassen, was dir nicht mehr dient.


Wie du erkennst, was dir wirklich dient:

Nicht alles, was gut klingt, tut dir auch gut.

Nicht alles, was dir früher geholfen hat, passt noch zu deinem Heute.

 

Was dir wirklich dient, erkennst du nicht im Kopf - sondern im Spüren.

Im Innehalten.

Im ehrlichen Fragen:

  • Fühle ich mich nach dieser Praxis klarer - oder erschöpfter?

  • Gibt sie mir Kraft - oder kostet sie mich Energie?

  • Mache ich sie aus Verbundenheit - oder aus Pflichtgefühl?


Manchmal zeigt sich das nicht sofort.

Manchmal braucht es ein paar Tage Abstand, ein Gespräch, ein leeres Blatt Papier.

Dein Körper weiß es oft früher als dein Verstand.

Was dir dient, fühlt sich nicht immer leicht an - aber stimmig.

Nicht perfekt - aber echt.

Nicht wie ein Muss - sondern wie ein leises Ja.


🧡 Fazit

Selbstfürsorge ist kein Wettbewerb.

Sie muss nicht perfekt sein.

Sie darf sich verändern.

Und manchmal beginnt echte Entlastung dort, wo du dir erlaubst, etwas loszulassen - und dich selbst wieder zu spüren.

Du musst da nicht allein durch. Ich begleite dich - ehrlich, alltagstauglich, ohne Druck.


Neugierig geworden?

Wenn du spürst, dass du raus willst aus dem Selbstoptimierungsdruck - und rein in eine ehrliche, tragfähige Selbstfürsorge: Ich bin da.


Vielleicht wünschst du dir jemanden, der nicht bewertet, sondern mit dir hinschaut.

Der mit dir sortiert, was bleiben darf - und was gehen kann.

Der dich begleitet - ruhig, klar und ohne Druck.

In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, was dich gerade bewegt. Was dich stärkt. Und was du wirklich brauchst.



🧡 Zum Weitergehen


Vielleicht hat dieser Text etwas in dir berührt. Etwas, das leise genickt hat. Etwas, das sich erinnert hat, wie es sich anfühlt, bei sich zu sein - ohne To-do-Liste, ohne Optimierungsdruck.

Du musst nichts sofort verändern. Du darfst einfach nur bemerken. Dich selbst wieder hören.

In kleinen Schritten. In deinem Tempo. Ohne Anspruch, alles richtig zu machen.

Und falls Selbstfürsorge für dich gerade eher stresst als stärkt - weil sie sich nach Pflicht anfühlt oder nach etwas, das du auch noch „schaffen“ musst - dann darfst du wissen: Du bist nicht allein.


Wenn du dir dabei Begleitung wünschst – für mehr Klarheit, Selbstfürsorge und kreative Selbstverbindung – dann lade ich dich herzlich zu einem persönlichen Kennenlerngespräch ein.


Raum für dich. Für deine Fragen. Für dein Tempo. Ganz unverbindlich. Ganz echt.

Schreibe mir gerne eine E-Mail: info@harmonia-energie.at oder melde dich über das Kontaktformular auf der Startseite.


Ich freue mich auf dich.


Herzlichen Gruß, Siegrid 🧡

 
 
 

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