Dein Unterbewusstsein - der heimliche Chef im Hintergrund
- Siegrid Koglbauer

- 21. Jan.
- 6 Min. Lesezeit
Warum Veränderung nicht an Disziplin scheitert, sondern daran, ob dein inneres System sich sicher fühlt.

Veränderung beginnt dort, wo du freundlich mit dir selbst wirst
Es gibt diese Momente, in denen du dir etwas vornimmst - ehrlich, motiviert, mit guten Absichten - und trotzdem tust du etwas völlig anderes.
Nicht, weil du unvernünftig bist. Nicht, weil dir Disziplin fehlt.
Sondern weil in dir ein Teil mitredet, der schneller entscheidet als dein bewusster Verstand: dein Unterbewusstsein.
Es arbeitet im Hintergrund.
Trifft blitzschnelle Entscheidungen.
Und steuert einen Großteil deines Alltags, ohne dass du es bewusst bemerkst.
Oft erst dann, wenn du dich fragst:„Warum mache ich das eigentlich schon wieder?“
Und manchmal fühlt es sich an, als würdest du dir selbst dabei zusehen - wissend, was du eigentlich wolltest, und trotzdem nicht anders handelnd.
Das war keine Willensschwäche.
Das war dein Unterbewusstsein, das übernommen hat.
Nicht, um dir zu schaden. Sondern um dich zu schützen.
Vielleicht kennst du solche Situationen:
Du nimmst dir abends fest vor, noch eine Runde spazieren zu gehen.
Nur zehn Minuten, frische Luft, nichts Großes.
Aber dein Unterbewusstsein meldet sich schneller als jeder vernünftige Gedanke: „Couch. Decke. Wir hatten einen langen Tag.“ Und ehe du dich versiehst, sitzt du da - und bleibst.
Oder du willst bewusster essen.
Du bist entschlossen, achtsam, motiviert. Und plötzlich stehst du mit einer Packung Kekse in der Hand in der Küche. Fast automatisch.
Nicht aus Hunger, sondern weil dein inneres System abgespeichert hat:
„Keks = Trost. Trost = sicher.“
Das sind keine Fehlentscheidungen. Es sind Schutzreaktionen.
Dein Unterbewusstsein greift auf das zurück, was es kennt - auf das, was sich früher einmal hilfreich oder beruhigend angefühlt hat.
Meine Erfahrung – der Moment, in dem es Klick gemacht hat
Ich habe lange geglaubt, ich müsste mich einfach mehr zusammenreißen. Klarer planen. Motivierter sein. Strenger mit mir.
Doch jedes Mal, wenn ich etwas Neues beginnen wollte, meldete sich in mir eine leise Stimme:
„Moment. Das fühlt sich nicht vertraut an. Lass uns lieber das machen, was wir kennen.“
Und plötzlich war ich wieder in alten Mustern - obwohl ich bewusst etwas anderes wollte.
Erst als ich verstanden habe, dass mein Unterbewusstsein nicht gegen mich arbeitet, sondern nach alten Regeln, konnte ich beginnen, diese Regeln sanft zu verändern.
Nicht mit Kampf. Nicht mit Härte.
Sondern mit Verständnis.
Und genau an diesem Punkt wurde mir klar: Wenn ich wirklich etwas verändern möchte, muss ich verstehen, wie dieses Unterbewusstsein funktioniert.
Was dein Unterbewusstsein wirklich macht
Dein Unterbewusstsein ist kein mystischer Ort.
Es ist etwas sehr Konkretes - und unglaublich mächtig.
Du kannst es dir vorstellen wie ein riesiges Archiv. Darin gespeichert sind:
Erfahrungen
wiederkehrende Muster
alte Überzeugungen
Schutzstrategien
Dinge, die du längst vergessen hast
Aus all dem leitet dein Unterbewusstsein ab:
wie du dich fühlst
wie du reagierst
was sich sicher anfühlt
und was du lieber vermeidest
Es ist wie ein Betriebssystem, das im Hintergrund läuft, während du vorne glaubst, alles bewusst zu steuern.
Und genau deshalb handelst du manchmal anders, als du es dir vorgenommen hast.
Denn dein Unterbewusstsein bevorzugt nicht das, was logisch oder sinnvoll wäre -sondern das, was vertraut ist.
Vertrautheit bedeutet für dein inneres System Sicherheit.
Wenn du also etwas Neues beginnen willst - mehr Bewegung, mehr Pausen, weniger Stress - prüft dein Unterbewusstsein nicht, ob das sinnvoll ist.
Es prüft nur:
„Kennen wir das?“
„Ist das vorhersehbar?“
„Fühlt sich das sicher an?“
Wenn die Antwort Nein lautet, bremst es dich. Oft ganz unbemerkt.
Warum dein Unterbewusstsein Veränderung oft blockiert
Für deinen bewussten Verstand ist Veränderung logisch. Für dein Unterbewusstsein ist sie vor allem eines: unbekannt.
Unbekanntes bedeutet zunächst Unsicherheit.
Dein Unterbewusstsein denkt nicht in Argumenten. Es denkt in Sicherheit.
Alles Neue wird innerlich geprüft:
Ist das vertraut?
Haben wir das schon erlebt?
Können wir abschätzen, was passiert?
Wenn ja, fühlt es sich sicher an. Wenn nein, versucht dein System dich zu schützen - indem es bremst.
Das ist kein persönliches Scheitern.
Das ist ein Schutzmechanismus, der einfach noch nicht gelernt hat, dass neue Wege sicher sein dürfen.
Warum kleine Schritte langfristig mehr verändern als große Vorsätze
Große Vorsätze fühlen sich kraftvoll an. Entschlossen. Motivierend.
Doch für dein Unterbewusstsein sind sie oft zu viel. Zu groß. Zu schnell.
Ein großer Schritt sagt: „Das kenne ich nicht. Das ist unsicher.“
Ein kleiner Schritt sagt: „Das schaffen wir. Das fühlt sich machbar an.“
Genau deshalb wirken Mini-Schritte so nachhaltig:
Sie beruhigen dein Nervensystem.
Sie überfordern dein Unterbewusstsein nicht.
Sie passen in echte Tage - nicht nur in Idealvorstellungen.
Sie schaffen kleine Erfolgserlebnisse.
Jeder Mini-Schritt ist wie ein freundliches Klopfen an die Tür deines Unterbewusstseins:
„Schau - das ist nicht gefährlich. Das fühlt sich gut an.“
Mit jeder Wiederholung entsteht ein neues Gefühl von Sicherheit.
Nicht durch Druck. Nicht durch Disziplin.
Sondern durch Erfahrung.
Wie du Mini-Schritte findest, die wirklich zu dir passen
Mini-Schritte funktionieren dann, wenn sie zu deinem echten Leben passen - nicht zu einer idealen Version davon.
Ein guter Mini-Schritt ist:
klein genug, dass dein Unterbewusstsein nicht rebelliert
konkret genug, dass du ihn wirklich umsetzt
flexibel genug für volle Tage
freundlich genug, dass er sich nicht wie Pflicht anfühlt
Hilfreiche Fragen können sein:
Was würde mir heute guttun?
Was ist die kleinste Version davon?
Wie kann ich es so einfach machen, dass ich es auch wirklich umsetze?
Beispiele:
zwei Minuten Dehnen
fünf Minuten frische Luft
drei bewusste Atemzüge
ein Glas Wasser vor dem Kochen
Jeder dieser Schritte sendet dieselbe Botschaft:
„Das fühlt sich gut an. Das können wir wieder machen.“
Und genau hier beginnt echte Veränderung.
Dranbleiben - ohne Druck, ohne Perfektion
Wenn du weißt, welche Mini-Schritte dir guttun, geht es darum, sie sanft in deinen Alltag einzuladen.
Nicht perfekt. Nicht jeden Tag gleich.
Sondern so, dass sie dich unterstützen.
Dranbleiben hat viel weniger mit Disziplin zu tun, als wir glauben. Es hat damit zu tun, wie freundlich du mit dir umgehst, wenn das Leben dazwischenkommt.
Mach es dir leicht
Je einfacher ein Schritt ist, desto wahrscheinlicher wirst du ihn auch an Tagen gehen, an denen wenig Energie da ist. Nicht, weil du „faul“ wärst - sondern weil dein Unterbewusstsein Einfachheit schneller als sicher einstuft.
Erlaube dir unperfekte Tage
Es wird Tage geben, an denen du langsamer bist. Oder weniger schaffst. Oder gar nichts davon umsetzt. Das ist kein Rückschritt. Das ist Menschsein.
Feiere das, was du tust
Dein Unterbewusstsein speichert keine To-do-Listen. Es speichert Gefühle. Wenn du einen Schritt gehst und ihn innerlich abwertest, lernt dein System: „Das bringt nichts. “Wenn du ihn anerkennst, lernt es: „Das fühlt sich gut an. Das machen wir wieder.“
Mach es dir schön
Was sich gut anfühlt, wiederholt dein inneres System freiwillig. Ein Mini Schritt darf sich nähren, beruhigen, weich anfühlen – nicht wie eine weitere Pflicht.
Dranbleiben bedeutet nicht, perfekt zu funktionieren. Es bedeutet, immer wieder neu zu wählen - freundlich, realistisch und ohne Drama.
Woran du erkennst, dass sich wirklich etwas verändert
Veränderung ist selten laut. Sie zeigt sich in kleinen Zeichen:
Du reagierst ruhiger.
Du brauchst weniger Überwindung.
Du wirst milder mit dir.
Du nimmst kleine Erfolge wahr.
Du vertraust dir mehr.
Das ist der Moment, in dem dein Unterbewusstsein lernt: Neue Wege dürfen sicher sein.
Wie du deinen neuen Weg stabilisierst
Veränderung bleibt nicht bestehen, weil du sie dir vornimmst. Sondern weil dein Unterbewusstsein gelernt hat, dass sie sicher ist.
Mach aus Mini-Schritten kleine Rituale.
Bleib flexibel.
Erkenne Fortschritte bewusst an.
Erlaube dir, dich immer wieder neu zu entscheiden.
So entsteht ein Weg, der nicht nur beginnt - sondern bleibt.
Fazit
Du musst dich nicht verändern, indem du härter wirst.
Du darfst dich verändern, indem du freundlicher wirst.
Mit dir. Mit deinem Alltag. Mit deinem Unterbewusstsein.
Einladung
Wenn du Veränderung suchst, die nicht antreibt, sondern trägt, und dein Unterbewusstsein dabei mitnehmen möchtest, bist du herzlich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch eingeladen.
In Ruhe schauen wir gemeinsam, was dich gerade bewegt, welche Muster in dir wirken und was dich jetzt unterstützen könnte.
Wenn du spürst, dass du diesen Weg nicht allein gehen möchtest - ohne Druck, ohne Perfektion, ohne „Jetzt aber wirklich“ -,begleite ich dich gern.
Ich begleite Menschen dabei, Veränderung möglich zu machen. Nicht über Druck oder Selbstoptimierung, sondern so, dass innere Sicherheit entsteht und neue Schritte sich im Alltag wirklich tragen.
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